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06.02.2013
17:07

Schadenersatz für Anleger der MPC Offen Flotte?

Haftung der Anlageberater und Banken

Der für Anleger der Beteiligungsgesellschaften der MPC Offen Flotte zu erwartende Verlust wird nach Mitteilung von Claus-Peter Offen zu Beginn des Jahres wohl erheblich ausfallen und bei über 95 % - 100 % liegen. 

Die Beteiligungen an den Fondsgesellschaften sind auch von Banken vertrieben worden. Sofern die Anlageberater der Banken ihre Kunden im Rahmen eines Beratungsgespräches nicht auf die wesentlichen Aspekte der betreffenden Kapitalanlage bei der MPC Offen Flotte hingewiesen haben, haften diese den Anlegern auf Schadenersatz.

Zu den wesentlichen Aspekten der Beteiligung an der MPC Offen Flotte gehört in erster Linie sicherlich der Umstand, dass es sich um einen geschlossenen Schiffsfonds handelt, der eine erhebliche Laufzeit vorsieht. Unserer Kanzlei sind Fälle bekannt, in denen über 70 jährigen Kunden diese Fonds mit einer Laufzeit bis 2023 o.ä. empfohlen wurden, ohne gesondert auf die Langfristigkeit der Fonds hinzuweisen. Da es der Funktionsweise geschlossener Fonds eigen ist, dass diese nicht handelbar sind, sind die Anleger bis zum Laufzeitende an die Fondsgesellschaften gebunden, wenn sie nicht durch eine vorzeitige Beendigung erhebliche Verluste erleiden wollen.

Im Falle einer fehlerhaften Anlageberatung haftet die Bank auf Schadenersatz und hat dem Anleger sein eingebrachtes Kapital zurückzuzahlen.

06.02.2013
16:41

MPC Offen Flotte

Verkauf der Schiffe durch Banken gefordert

Die TVP Treuhand- und Verwaltungsgesellschaft für Publikumsfonds mbH fungiert als Treuhänderin nahezu aller Privatanleger unterschiedlicher Beteiligungsgesellschaften der MPC Offen Flotte.

Wegen stetig rückläufiger Einnahmen aus dem Chartergeschäft ist die Flotte von Claus-Peter Offen in erhebliche Bedrängnis geraten, so dass bereits im letzten Jahr die Anleger ersucht wurden, den Beteiligungsgesellschaften weitere Liquidität zur Verfügung zu stellen. Auf diese Weise sollten etwa 21,3 Mio. € akquiriert werden. Letztendlich kamen jedoch nur 4,2 Mio. € zusammen, so dass eine Sanierung der Gesellschaften gescheitert ist.

Die finanzierenden Banken haben mitgeteilt, dass keine weiteren Kreditlinien eingeräumt werden, so dass eine Finanzierungslücke in Höhe von etwa 17 Mio. € besteht. Die Banken haben den Gesellschaften aufgegeben, die Schiffe zu verkaufen.

Claus-Peter Offen teilte Anfang des Jahres mit, dass der Erlös aus dem Verkauf der Schiffe voraussichtlich allerdings die bestehenden Verbindlichkeiten nicht abdecken wird, so dass schlimmstenfalls von den Anlegern verlangt werden kann, dass diese bereits erhaltene Auszahlungen wieder zurückzahlen müssen. Auszahlungen an die Anleger seien jedenfalls keine mehr zu erwarten, so dass mit einem Totalverlust für die Anleger der MPC Offen Flotte zu rechnen ist.

 

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06.02.2013
15:53

Sachstand Debi Select

Der Sachstand bei der Debi Select Gruppe

Die Unternehmungen der Debi Select Gruppe befinden sich in der Umstrukturierung. Diese Aufgabe ist durch die Rechtsanwaltskanzlei Klumpe, Schroeder + Partner aus Köln übernommen worden. Die Kanzlei spricht selbst von einer "Schieflage" der Debi Select Unternehmen. Die Sanierungsmöglichkeiten werden von der Kanzlei Klumpe, Schroeder + Partner überprüft.

Nach Informationen der Kanzlei Klumpe, Schroeder + Partner ist nach der Bilanz für das Jahr 2010 lediglich noch mit einem Abfindungsguthaben in Höhe von 10 % der eingezahlten Beteiligungssumme auszugehen. Das bedeutet, dass Anleger, die noch keine Auszahlungen von der Debi Select in Form von Ausschüttungen erhalten haben, 90 % ihres eingebrachten Kapitals verlieren.

Sofern Anleger nicht ordnungsgemäß über sämtliche wesentlichen Aspekte der Anlage bei den Unternehmungen der Debi Select durch ihre Analgeberater aufgeklärt worden sind, besteht die Möglichkeit diese auf Schadenersatz in Anspruch zu nehmen.

Unsere Kanzlei vertritt mehrere Anleger gegen ihre Berater und nimmt diese auf Schadenersatz in Anspruch. Im Rahmen eines gemeinsamen Gespräches erörtern wir mit Ihnen gerne Ihre Möglichkeiten.

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05.02.2013
17:12

Die typische Anlageberatung bei Debi Select Fonds

Die typische Anlageberatung bei Debi Select Fonds

Von unserer Kanzlei werden mehrere Anleger der einzelnen Debi Select Gesellschaften vertreten. Was bei allen Anlegern vergleichbar ist, ist die Art und Weise, mit der ihnen die Produkte der Debi Select Gruppe durch die Anlageberater schmackhaft gemacht wurden.

Im Rahmen eines Beratungsgespräches ließen sich die Anlageberater durch die späteren Anleger sämtliche Lebensversicherungsverträge vorlegen, um diese als nicht rentable Kapitalanlagen zu "entlarven". Selbstverständlich wurde den Anlegern im Gegenzug eine Beteiligung an den Unternehmungen der Debi Select Gruppe als deutlich rentablere Kapitalanlage dargestellt. Auf die deutlich höheren Risiken einer derartigen Unternehmensbeteiligung wurde nicht hingewiesen. 

Die Anleger müssen sich nun damit auseinandersetzen, dass nach neuesten uns vorliegenden Informationen lediglich noch mit einer Auszahlung in Höhe von 10 % des eingebrachten Kapitals zu rechnen ist. Für Anleger, die keine Ausschüttungen aus ihrer Gesellschaftsbeteiligung an den Unternehmen der Debi Select Gruppe erhalten haben, bedeutet das, dass sie voraussichtlich 90 % ihres eingezahlten Geldes verlieren werden.

 

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BGH zu der Darlegungslast eines Anlegers

BGH zur Darlegungslast eines Anlegers

Der Bundesgerichtshof hat sich in einer Entscheidung vom 06. Dezember 2012 zu der Problematik geäußert, wie genau ein Anleger die fehlerhaften Informationen eines Anlageberaters im Rahmen eines gerichtlichen Verfahrens wiedergeben muss, um gegen diesen erfolgreich einen Schadenersatzanspruch wegen fehlerhafter Anlageberatung durchsetzen zu können. 

Es wurde dabei berücksichtigt, dass in dem zu entscheidenden Fall bereits eine längere Zeitspanne vergangen war. Nach Auffassung des Bundesgerichtshofes genüge es daher, wenn der Anleger die Angaben des Anlageberaters in ihrem Kerngehalt wiedergeben kann.

Diese Entscheidung bedeutet für geschädigte Anleger eine erhebliche Erleichterung in gerichtlichen Verfahren gegen Anlageberater. Üblicherweise vergeht eine erhebliche Zeitspanne, bis sich die in einer Kapitalanlage angelegten Risiken tatsächlich realisieren und geschädigte Anleger sich an einen Rechtsanwalt wenden. Daher ist es den geschädigten Anlegern oftmals nicht mehr möglich, im Detail wiederzugeben, was der Berater zu der Kapitalanlage ausgeführt.

Nach der genannten Entscheidung des Bundesgerichtshofes ist dieses allerdings auch nicht mehr notwendig. Man wird abwarten müssen, wie die Instanzengerichte diese Entscheidung des Bundesgerichtshofes umsetzen werden.

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