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13.03.2013
16:57

Die weite Verzweigung der S&K Gruppe

Schneeballsystem zieht weite Kreise

Gegen die Initiatoren der S&K Gruppe sind staatsanwaltliche Ermittlungen aufgenommen worden, in deren Zuge umfangreiche Durchsuchungen durchgeführt wurden. 

Es wird immer deutlicher, wie weit das vermeintliche Schneeballsystem der S&K Gruppe reicht. Betroffen sind voraussichtlich:

  • Vario Produkte der Deutsche Sachwert Emissionshaus AG 
  • Deutsche S&K Schachwerte-Fonds von United Investors Emissionshaus
  • MIDAS Mittelstandsfonds
  • SHB Fonds der SHB Innovative Fondskonzepte AG
  • DCM Fonds 
  • Asset Trust AG
  • Deutsche Sachwert Emissionshaus AG

An den vorgenannten Gesellschaften hält die S&K Gruppe über unterschiedliche Gestaltungen Beteiligungen und übt über diese Beteiligungen Einfluss auf die jeweiligen Unternehmensentscheidungen aus. 

Falls sich die sich immer weiter verdichtende Vermutung tatsächlich bestätigt, dass es sich bei der S&K Gruppe um ein groß angelegtes Schneeballsystem handelt, müssen Anleger der aufgezählten Gesellschaften mit erheblichen Verlusten ihres eingebrachten Kapitals rechnen.

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Deutsche S&K Sachwert Nr. 2

Renditeversprechen von 12 %

Anlegern des Deutsche S&K Sachwert Nr. 2 Fonds ist vor der Zeichnung durch dessen Gründer und Initiatoren eine Rendite von 12 % in Aussicht gestellt worden. Die Rückzahlung des Kapitals zzgl. des Ertrages sollte durch monatliche Auszahlungen innerhalb von vier Jahren abgeschlossen sein.

Gegen die Gründer der S&K Gruppe laufen zur Zeit umfangreiche Ermittlungsverfahren wegen des Verdachtes des Betruges und der Veruntreuung von Anlegergeldern durch Verwendung eines sog. Schneeballsystemes.


Die FAZ bezeichnet die S&K in einem Artikel vom 04. März 2013 als "mutmaßliche Betrugsfirma". Die in Aussicht gestellten Renditen sollten durch in Deutschland gelegene Immobilien erzielt werden. Experten halten eine Rendite im zweistelligen Prozentbereich im deutschen Immobiliensektor für zur Zeit für ausgeschlossen, wie die FAZ in ihrem vorgenannten Artikel berichtet.

Für die Anleger bedeutet dies, dass sie mit einem erheblichen Verlust ihres eingebrachten Kapitals rechnen müssen, sollte sich tatsächlich herausstellen, dass ihr Kapital nicht in Sachwerte, also Immobilien, umgesetzt, sondern, wie in einem Schneeballsystem üblich, zur Finanzierung der Vertriebsstruktur und der Lebenshaltungskosten der Systemgründer eingesetzt wurde.

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Die S&K Gruppe

Ermittlungsverfahren gegen Verantwortliche der S&K Gruppe

Gegen die Verantwortlichen der S&K Gruppe, die Herren Jonas Köller und Stephan Schäfer, laufen umfangreiche Ermittlungsverfahren, in deren Rahmen Durchsuchungen in sieben Bundesländern durch die Staatsanwaltschaft durchgeführt wurden. Nach Auskunft der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main wird den Verantwortlichen unter anderem vorgeworfen, entgegen getätigter Zusagen keine ausreichenden Sicherheiten für die eingebrachten Anlegergelder gestellt zu haben.

Bereits seit August 2012 sind diverse Unklarheiten im Zusammenhang mit den von der S&K Gruppe konzipierten Fonds aufgetreten. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtete am 04. März 2013 von dem "extravaganten Lebensstil" und "ausschweifenden Feierlichkeiten" der Gründer der S&K. Den Schaden bezifferte die FAZ auf schätzungsweise 111 Mio. €, verteilt auf fünf Immobilienfonds.

Betroffen ist unter anderem auch der gerade im Vertrieb befindliche Deutsche S&K Sachwert Nr. 2 Fonds. Auskunftsverlangen hinsichtlich der Verkehrswerte der Fondsimmobilien sind durch die Verantwortlichen der S&K und der ebenfalls involvierten United Investors zurückgewiesen worden.

Sollten sich die Befürchtungen tatsächlich bewahrheiten und eine nicht ausreichende Absicherung der eingebrachten Anlegergelder durch Sachwerte erfolgt sein, müssen die Anleger mit erheblichen Verlusten rechnen.

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19.02.2013
07:56

KanAM USA XII Limited Partnership

Keine weiteren Auszahlungen zu erwarten

Die Fondsgesellschaft KanAm USA XII Limited Partnership hat sich an einem Einkaufs- und Freizeitzentrum Meadowlands Xanadu in New Jersey, ca. fünf Meilen von Manhattan entfernt, beteiligt.

Die Fondsgesellschaft hat über unterschiedliche Banken Privatanleger akquiriert, die sich mit ihrem Kapital an diesem Projekt beteiligt haben. Gründungskommanditistin war die KanAm Grundbesitz GmbH mit Sitz in München.

Nachdem die Anleger in den ersten Jahren Ausschüttungen erhalten haben, stellte die KanAm USA XII Limited Partnership die Auszahlungen im Jahr 2007 endgültig ein. In der Folge wurde mitgeteilt, dass mit weiteren Kapitalrückflüssen aus dem Projekt nicht zu rechnen sei. Es ist also zu erwarten, dass die Anleger einen Verlust in Höhe des Betrages erleiden werden, der ihnen noch nicht in Form der Ausschüttungen zurückgezahlt wurde. 

Erschwerend kommt hinzu, dass die Verluste nicht steuerlich geltend gemacht werden können, da eine Verrechnung nur mit Gewinnen aus amerikanischen Einkünften aus Vermietung und Verpachtung möglich ist. Mit deutschen Einkünften sind die Verluste nicht verrechenbar.

Die Fondsbeteiligung ist unter anderem von unterschiedlichen deutschen Banken empfohlen worden. Es ist davon auszugehen, dass die Banken für diese Empfehlungen Provisionen kassiert haben. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes ist über diese sog. Kick-Backs, also Rückvergütungen, der Anleger aufzuklären. Ist eine entsprechende Aufklärung  über die Art und Höhe der Rückvergütungen nicht erfolgt, haftet die Bank dem Anleger auf Schadenersatz.

 

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19.02.2013
07:08

Geschlossener Immobilienfonds der SHB

SHB Innovative Fondskonzepte GmbH & Co. Renditefonds 6 KG im Umbruch

Nach eigener Auskunft der Fondsverwaltung in einem Schreiben vom 28. Januar 2013 befindet sich der Fonds - wie auch andere SHB Fonds - in einer wirtschaftlich schwierigen Situation. Der Lösungsvorschlag der Fondsverwaltung sieht vor allem eine Kapitalerhöhung und einen Austausch der Geschäftsführung vor. Die Anleger sollen also weiteres Kapital in den SHB Innovative Fondskonzepte GmbH & Co. Renditefonds 6 KG investieren. Dieses sollte sich jeder Anleger allerdings gut überlegen, da keinesfalls eine Garantie besteht, dass das eingebrachte Kapital am Ende einer vereinbarten Laufzeit auch tatsächlich wieder zur Auszahlung gelangt.

Die von unserer Kanzlei vertretenen Anleger des SHB Innovative Fondskonzepte GmbH & Co. Renditefonds 6 KG erhielten von ihrem Anlageberater die Empfehlung bestehende Lebensversicherungen zu kündigen und sich an dem Fonds zu beteiligen. Bereits bei einer entsprechenden Empfehlung kann vermutet werden, dass eine ordnungsgemäße Anlageberatung nicht erfolgt ist. Hätte der Anlageberater die Anleger darauf hingewiesen, dass ein ungleich höheres Risiko - bis hin zum Totalverlustrisiko - bei einer Investition in den SHB Innovative Fondskonzepte GmbH & Co. Renditefonds 6 KG besteht, hingegen die Lebensversicherungsverträge im Vergleich deutlich verlustsicherer sind, ist zu vermuten, dass eine Vielzahl der Anleger sich nicht für eine Investition in den Fonds entschieden hätten.


Sollte sich dieses Totalverlustrisiko nun aufgrund der mitgeteilten wirtschaftlichen Schieflage realisieren, könnten Anleger ihr gesamtes eingezahltes Kapital verlieren.

Für eine entstehenden Schaden haftet unter bestimmten Umständen der Anlageberater, nämlich dann, wenn eine ordnungsgemäße Anlageberatung nicht stattgefunden hat. Eine solche Beratung setzt auch voraus, dass ein Vergleich zwischen einem Produkt erfolgt, das der Berater empfiehlt zu kündigen und dem anderen Produkt, das der Berater im Gegenzug empfiehlt, zu erwerben. Auch über andere wesentliche Aspekte der Fondsbeteiligung hätte ein Anlageberater aufklären müssen. Hierzu gehört selbstverständlich die Funktionsweise des Fonds aber auch das bestehende Totalverlustrisiko.

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