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KGAL Fonds pleite

Antrag auf Insolvenz bei KGAL Bulker-Fonds Sea Class 9/10

Die beiden Fonds KGAL Sea-Class  9 und 10 haben am 11. Januar 2013 Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Erneut gibt es damit schlechte Nachrichten für Anleger zweier Schiffsfonds.

Grund für den Insolvenzantrag war wohl der Umstand, dass die Schiffscharterer sich weigerten sowohl die Charter zu zahlen als auch die Schiffe wieder herauszugeben. Die Fondsgesellschaften waren daher nicht mehr in der Lage Zins- und Tilgungsleistungen aus bestehenden Finanzierungsverträgen zu bedienen.

Eine Rückabwicklung des Fonds lehnte die KGAL vorerst ab, so dass zu erwarten ist, dass die Anleger ihr eingebrachtes Kapital zumindest zu einem erheblichen  Teil verlieren werden, obwohl die Beteiligungen mit einem besonderem Sicherheitskonzept beworben wurden.

Ob die Anleger ihre Anlageberater auf Schadenersatz in Anspruch nehmen können, hängt entscheidend davon ab, ob eine ordnungsgemäße Anlageberatung erfolgt ist. Dies setzt jedenfalls voraus, dass über sämtliche wesentlichen Aspekte der Kapitalanlage aufgeklärt wurde. 

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Rückläufige Investitionsvolumen bei geschlossenen Fonds

VGF stellt Platzierungsergebnisse für 2012 vor

Am 05. Februar 2013 fand der Fachkongress des Verbandes Geschlossene Fonds in Frankfurt am Main statt. Zu berichten gab es insbesondere das deutlich schlechtere Ergebnis der Eigenkapitalakquise, die sich in 2012 noch lediglich auf einen Gesamtbetrag von 4,5 Mrd. € belief. In 2011 konnten die Anlageberater noch Eigenkapital in Höhe von 5,85 Mrd. € für geschlossene Fonds beschaffen.

Der größte Anteil der eingesammelten Gelder wurde in geschlossene Immobilienfonds investiert, die ausschließlich auf dem deutschen Immobilienmarkt tätig sind (2,05 Mrd. €). Für geschlossene Immobilienfonds, die sich auf ausländischen Immobilienmärkten engagieren, konnten 730 Mio. € akquiriert werden. 

Aufgrund der äußerst negativen Entwicklung von Schiffsfonds, wurde in diesem Bereich noch 258 Mio. € Anlegergelder investiert.

Auffällig war außerdem, dass die Banken Marktanteile im Bereich der Anlageberatung an den freien Vertrieb verloren haben. Die Banken hatten im Bereich der Anlageberatung für geschlossene Fonds Rückgänge von 43 % zu verzeichnen. Ob dieser Umstand für die Qualität der Anlageberatung nützlich ist, muss sich allerdings wohl erst noch erweisen.

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06.02.2013
17:07

Schadenersatz für Anleger der MPC Offen Flotte?

Haftung der Anlageberater und Banken

Der für Anleger der Beteiligungsgesellschaften der MPC Offen Flotte zu erwartende Verlust wird nach Mitteilung von Claus-Peter Offen zu Beginn des Jahres wohl erheblich ausfallen und bei über 95 % - 100 % liegen. 

Die Beteiligungen an den Fondsgesellschaften sind auch von Banken vertrieben worden. Sofern die Anlageberater der Banken ihre Kunden im Rahmen eines Beratungsgespräches nicht auf die wesentlichen Aspekte der betreffenden Kapitalanlage bei der MPC Offen Flotte hingewiesen haben, haften diese den Anlegern auf Schadenersatz.

Zu den wesentlichen Aspekten der Beteiligung an der MPC Offen Flotte gehört in erster Linie sicherlich der Umstand, dass es sich um einen geschlossenen Schiffsfonds handelt, der eine erhebliche Laufzeit vorsieht. Unserer Kanzlei sind Fälle bekannt, in denen über 70 jährigen Kunden diese Fonds mit einer Laufzeit bis 2023 o.ä. empfohlen wurden, ohne gesondert auf die Langfristigkeit der Fonds hinzuweisen. Da es der Funktionsweise geschlossener Fonds eigen ist, dass diese nicht handelbar sind, sind die Anleger bis zum Laufzeitende an die Fondsgesellschaften gebunden, wenn sie nicht durch eine vorzeitige Beendigung erhebliche Verluste erleiden wollen.

Im Falle einer fehlerhaften Anlageberatung haftet die Bank auf Schadenersatz und hat dem Anleger sein eingebrachtes Kapital zurückzuzahlen.

06.02.2013
16:41

MPC Offen Flotte

Verkauf der Schiffe durch Banken gefordert

Die TVP Treuhand- und Verwaltungsgesellschaft für Publikumsfonds mbH fungiert als Treuhänderin nahezu aller Privatanleger unterschiedlicher Beteiligungsgesellschaften der MPC Offen Flotte.

Wegen stetig rückläufiger Einnahmen aus dem Chartergeschäft ist die Flotte von Claus-Peter Offen in erhebliche Bedrängnis geraten, so dass bereits im letzten Jahr die Anleger ersucht wurden, den Beteiligungsgesellschaften weitere Liquidität zur Verfügung zu stellen. Auf diese Weise sollten etwa 21,3 Mio. € akquiriert werden. Letztendlich kamen jedoch nur 4,2 Mio. € zusammen, so dass eine Sanierung der Gesellschaften gescheitert ist.

Die finanzierenden Banken haben mitgeteilt, dass keine weiteren Kreditlinien eingeräumt werden, so dass eine Finanzierungslücke in Höhe von etwa 17 Mio. € besteht. Die Banken haben den Gesellschaften aufgegeben, die Schiffe zu verkaufen.

Claus-Peter Offen teilte Anfang des Jahres mit, dass der Erlös aus dem Verkauf der Schiffe voraussichtlich allerdings die bestehenden Verbindlichkeiten nicht abdecken wird, so dass schlimmstenfalls von den Anlegern verlangt werden kann, dass diese bereits erhaltene Auszahlungen wieder zurückzahlen müssen. Auszahlungen an die Anleger seien jedenfalls keine mehr zu erwarten, so dass mit einem Totalverlust für die Anleger der MPC Offen Flotte zu rechnen ist.

 

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06.02.2013
15:53

Sachstand Debi Select

Der Sachstand bei der Debi Select Gruppe

Die Unternehmungen der Debi Select Gruppe befinden sich in der Umstrukturierung. Diese Aufgabe ist durch die Rechtsanwaltskanzlei Klumpe, Schroeder + Partner aus Köln übernommen worden. Die Kanzlei spricht selbst von einer "Schieflage" der Debi Select Unternehmen. Die Sanierungsmöglichkeiten werden von der Kanzlei Klumpe, Schroeder + Partner überprüft.

Nach Informationen der Kanzlei Klumpe, Schroeder + Partner ist nach der Bilanz für das Jahr 2010 lediglich noch mit einem Abfindungsguthaben in Höhe von 10 % der eingezahlten Beteiligungssumme auszugehen. Das bedeutet, dass Anleger, die noch keine Auszahlungen von der Debi Select in Form von Ausschüttungen erhalten haben, 90 % ihres eingebrachten Kapitals verlieren.

Sofern Anleger nicht ordnungsgemäß über sämtliche wesentlichen Aspekte der Anlage bei den Unternehmungen der Debi Select durch ihre Analgeberater aufgeklärt worden sind, besteht die Möglichkeit diese auf Schadenersatz in Anspruch zu nehmen.

Unsere Kanzlei vertritt mehrere Anleger gegen ihre Berater und nimmt diese auf Schadenersatz in Anspruch. Im Rahmen eines gemeinsamen Gespräches erörtern wir mit Ihnen gerne Ihre Möglichkeiten.

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