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05.02.2013
17:12

Die typische Anlageberatung bei Debi Select Fonds

Die typische Anlageberatung bei Debi Select Fonds

Von unserer Kanzlei werden mehrere Anleger der einzelnen Debi Select Gesellschaften vertreten. Was bei allen Anlegern vergleichbar ist, ist die Art und Weise, mit der ihnen die Produkte der Debi Select Gruppe durch die Anlageberater schmackhaft gemacht wurden.

Im Rahmen eines Beratungsgespräches ließen sich die Anlageberater durch die späteren Anleger sämtliche Lebensversicherungsverträge vorlegen, um diese als nicht rentable Kapitalanlagen zu "entlarven". Selbstverständlich wurde den Anlegern im Gegenzug eine Beteiligung an den Unternehmungen der Debi Select Gruppe als deutlich rentablere Kapitalanlage dargestellt. Auf die deutlich höheren Risiken einer derartigen Unternehmensbeteiligung wurde nicht hingewiesen. 

Die Anleger müssen sich nun damit auseinandersetzen, dass nach neuesten uns vorliegenden Informationen lediglich noch mit einer Auszahlung in Höhe von 10 % des eingebrachten Kapitals zu rechnen ist. Für Anleger, die keine Ausschüttungen aus ihrer Gesellschaftsbeteiligung an den Unternehmen der Debi Select Gruppe erhalten haben, bedeutet das, dass sie voraussichtlich 90 % ihres eingezahlten Geldes verlieren werden.

 

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BGH zu der Darlegungslast eines Anlegers

BGH zur Darlegungslast eines Anlegers

Der Bundesgerichtshof hat sich in einer Entscheidung vom 06. Dezember 2012 zu der Problematik geäußert, wie genau ein Anleger die fehlerhaften Informationen eines Anlageberaters im Rahmen eines gerichtlichen Verfahrens wiedergeben muss, um gegen diesen erfolgreich einen Schadenersatzanspruch wegen fehlerhafter Anlageberatung durchsetzen zu können. 

Es wurde dabei berücksichtigt, dass in dem zu entscheidenden Fall bereits eine längere Zeitspanne vergangen war. Nach Auffassung des Bundesgerichtshofes genüge es daher, wenn der Anleger die Angaben des Anlageberaters in ihrem Kerngehalt wiedergeben kann.

Diese Entscheidung bedeutet für geschädigte Anleger eine erhebliche Erleichterung in gerichtlichen Verfahren gegen Anlageberater. Üblicherweise vergeht eine erhebliche Zeitspanne, bis sich die in einer Kapitalanlage angelegten Risiken tatsächlich realisieren und geschädigte Anleger sich an einen Rechtsanwalt wenden. Daher ist es den geschädigten Anlegern oftmals nicht mehr möglich, im Detail wiederzugeben, was der Berater zu der Kapitalanlage ausgeführt.

Nach der genannten Entscheidung des Bundesgerichtshofes ist dieses allerdings auch nicht mehr notwendig. Man wird abwarten müssen, wie die Instanzengerichte diese Entscheidung des Bundesgerichtshofes umsetzen werden.

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