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Schadensersatzprozesse gegen Vermittler von BWF- Goldanlagen

Schon Sieben erfolgreiche Schadensersatzprozesse öffentlich gemacht

Ein Beitrag von Rechtsanwalt Thomas Kreyenkötter, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht, und von Dipl.- Jur. Katharina Jule Engler, wissenschaftliche Mitarbeiterin.

Den Fall der BWF- Stiftung, die angemaltes Gold als sichere Anlage bewarb, haben wir schon lange begleitet (hier finden Sie alle unsere Beiträge zu dem Thema). Der Strafprozess gegen die Initiatoren ist mittlerweile so weit fortgeschritten, dass die Angeklagten vor dem Strafgericht vernommen werden. Damit ist nur leider den geschädigten Anlegern nicht geholfen, denn der Standort ihres eingezahlten Geldes ist ungewiss und die Falschgoldbarren kann man nicht wieder zu Geld machen.

Schadensersatzprozesse gegen BWF- Vermittler

Deshalb wenden sich viele Anleger gegen die Berater und Vermittler, die ihnen die Anlageprodukte der BWF- Stiftung angedreht haben. Auch wenn diese nichts von dem Betrug mit dem Falschgold wussten, so ist ihnen trotzdem Falschberatung und Verletzung der Interessen ihrer Kunden vorzuwerfen. Daraus resultiert, dass sie den entstandenen Schaden – also das verlorene Geld – ersetzen müssen. Denn sie haben das Vertrauen ihrer Kunden in Anspruch genommen und diese haben sich darauf verlassen dürfen, denn wer als Vermittler von Geldanlagen auftritt, muss ein gewisses Sachverständnis aufweisen.

Sieben erfolgreiche Prozesse gegen Vermittler

So haben laut Pressemitteilungen bereits das Landgericht (LG) Hof, das LG Berlin, das LG Nürnberg- Fürth, das LG Frankfurt (Oder), das LG Köln, das LG Verden und das LG Frankenthal zum Nachteil von Vermittlern entschieden. Der Vorwurf lautete stets, dass die Vermittler keine Plausibilitätsprüfung durchgeführt haben oder zumindest auf die fehlende Plausibilität nicht hingewiesen haben. Denn ein Vermittler muss sich zwar nicht in aller Tiefe mit dem Prospekt und dem Modell des empfohlenen Anlageprodukts auseinandersetzen, aber er muss doch zumindest überprüfen, ob es grundsätzlich realistisch, also plausibel ist.

Vorwurf: Plausibilitätsprüfung unterlassen und/oder fehlende Risikohinweise

Bei den Produkten der BWF- Stiftung war so einiges nicht plausibel. So sollten die Anleger Eigentum an dem Gold erwerben, ohne dass es Ihnen jemals übergeben wurde und ohne dass sie ständig Verfügungsmacht über die Barren hatten. Weiterhin wollte die BWF- Stiftung allein durch das dem Handel zur-Verfügung-stellen der Barren einen Gewinn erzielen, von dem sie sich selbst hätte finanzieren müssen und darüber hinaus eine Rendite zwischen 150 und 180 % an die Anleger hätten ausschütten müssen. Darüber hinaus gab der Prospekt keine einzige konkrete Zahl an, die ihre Versprechen belegte.

Diese und noch weitere Details lassen ehrliche Anlageberater die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, denn solche Vorgehensweisen werfen mal wieder ein schlechtes Licht auf den ganzen Berufszweig. Anleger, die sich durch die BWF- Stiftung und ihren Anlageberater geschädigt sehen, können sich über die Kanzlei RSW Beratung mit Sitz in Münster, Dülmen, Steinfurt und Nordhorn mit Herrn Rechtsanwalt Thomas Kreyenkötter in Verbindung setzen. Er ist Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht und setzt sich bereits seit 2014 mit dem Fall der BWF- Stiftung auseinander.

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BWF- Stiftung: Anleger erzielt Vergleich gegen Anlagevermittler

Chancen auf Schadensersatz steigen weiter

Ein Beitrag von Rechtsanwalt Thomas Kreyenkötter, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht, und von Katharina Jule Engler, studentische Hilfskraft. 

Die Versprechungen der BWF Stiftung waren zu schön um wahr sein (Wir berichten schon seit Oktober 2014). Die Anleger sollten Gold kaufen, dieses der angeblichen Stiftung wieder zur Verfügung stellen und dann am Ende noch hohe Rendite einfahren. Erst als die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) eine Erlaubnis für die Geschäfte der Berliner verlangte, die die BWF aber nicht vorlegen konnte, kam Bewegung in die Sache. Bei einer Razzia mussten die Behörden feststellen, dass es sich bei dem eingelagerten angeblichen Gold in den Tresoren der BWF- Stiftung lediglich um „goldfarbene Gegenstände“ handelte  – sprich: Betrug durch und durch. Anleger konnten somit nicht darauf hoffen, durch den Verkauf der Barren ihr investiertes Geld zurückzuerlangen. Die Drahtzieher der BWF Stiftung sitzen in Untersuchungshaft, auch bei diesen kann nicht mit ausreichend Liquidität gerechnet werden, um die Schäden der Anleger zu begleichen. Vor dem Landgericht Berlin hat aktuell der Strafprozess gegen die Verantwortlichen begonnen. Somit bleiben als Anspruchsgegner die Vermittler, die die Finanzprodukte der BWF- Stiftung an die Kunden empfahlen und dafür Provision kassierten. 

Vor dem Landgericht Marburg erzielte laut Presseberichten ein weiterer Anleger einen Erfolg gegen einen Vermittler. Die Parteien einigten sich darauf, dass der Anlagevermittler 75 % der Schadenssumme übernehmen muss. Der Vorwurf gegen ihn lautete, dass es sich von Anfang an um kein plausibles Anlagekonzept gehandelt habe, er dies hätte erkennen müssen und dem Anleger von Anfang an mitteilen müssen. Auch vor anderen Landgerichten (u.a. LG Berlin) konnten Anleger Erfolge erzielen. 

In der Kanzlei RSW Beratung mit Sitz in Münster, Dülmen, Steinfurt, Nordhorn und Plettenberg ist Rechtsanwalt Thomas Kreyenkötter von Anfang mit dem Fall der BWF- Stiftung beschäftigt. Als Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht ist er Spezialist für die Vertretung von Anlegerinteressen und steht auch für Ihre Fragen und Anspruchsgeltendmachung zur Verfügung.  

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26.01.2016
11:05

LG Nürnberg- Fürth: Verstoß gegen Verbotsgesetz war erkennbar

Erster Schadensersatzprozess gegen BWF- Stiftung Vermittler erfolgreich

Ein Beitrag von Rechtsanwalt Thomas Kreyenkötter, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht, und von Katharina Jule Engler, studentische Hilfskraft.

Die BWF- Stiftung hat ein Anlagemodell vertrieben, in dem der Anleger Gold – das keines war – ankaufte und dann an die Stiftung zurückverlieh. Mit dem Gold wollte die Stiftung derart ertragreiche Geschäfte betreiben, dass noch eine hohe Renditenauszahlung an den Anleger möglich sein sollte. 

Selbst in dem Fall, dass es sich bei den Metallbarren um echtes Gold gehandelt hätte, wäre das Geschäftsmodell erlaubnispflichtig gewesen. Eine Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hatte die BWF- Stiftung aber nicht eingeholt und dadurch gegen ein Gesetz zum Schutze des Anlegers verstoßen. Aus diesem Grund ordnete die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) im Frühjahr 2015 die Rückabwicklung der Geschäfte der BWF- Stiftung an. Im Wege der Überprüfungen kam dann das Falschgold zum Vorschein. 

Anleger, die der BWF- Stiftung ihr Geld in Form von Goldankäufen zur Verfügung stellten, mussten also feststellen, dass es verschwunden war – ganz zu schweigen von Renditechancen.  Beim Vertragsabschluss zum vertriebenen Modell waren aber natürlich nicht die Verantwortlichen der BWF- Stiftung selbst anwesend, sondern ein Anlagenberater bzw. -vermittler. Wenn ein Vermittler Pflichten gegenüber dem Anleger verletzt, macht er sich schadensersatzpflichtig. Eine Pflichtverletzung kann zum Beispiel sein, den Anleger nicht ausreichend über Risiken der Anlage aufgeklärt zu haben. Der Schaden besteht dann in der Einlagesumme, die durch die Risikoverwirklichung verloren gegangen ist. 

Eine Anlegerschutzkanzlei meldete nun zum Jahreswechsel einen Erfolg in einem Schadensersatzprozess gegen einen BWF- Vermittler. Das Landgericht (LG) Nürnberg- Fürth urteilte, dass der Vermittler gegenüber dem Anleger gegen Beratungspflichten verstoßen hatte.  Der Vermittler hätte nämlich erkennen müssen, dass das realistische Risiko bestand, dass die BWF- Stiftung ihren Verpflichtungen aus den Anlageverträgen nicht mehr nachkommen würde. Er hätte in der Lage sein müssen, zu beurteilen, ob das Anlagekonzept erlaubnispflichtig sein könnte oder nicht. Somit wurde der Anlegerin 20.000 € Schadensersatz zugesprochen – also die Summe, die sie ursprünglich in die BWF- Stiftung investierte. 

Es bleibt abzuwarten, ob das Urteil des Landgerichts Schule macht und weitere Gerichte den geschädigten Anlegern einen Anspruch gegen ihre Vermittler zusprechen. Sollten Sie ebenfalls Klage erheben wollen, um ihre Einlage als Schadensersatz erstattet zu bekommen, können Sie sich über die Kanzlei RSW Beratung an Herrn Rechtsanwalt Thomas Kreyenkötter wenden. Herr RA Kreyenkötter besitzt die Qualifikation als Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht und ist somit der richtige Ansprechpartner für alle Fragen rund um den Anlegerschutz.

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15.09.2015
10:28

Kempkes Rechtsanwaltsgesellschaft mbH: Insolvenzverfahren eröffnet

Partner der BWF- Stiftung geht mit unter; Haftbefehle vollstreckt

Ein Beitrag von Rechtsanwalt Thomas Kreyenkötter, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht, und von Katharina Jule Engler, studentische Hilfskraft.

Nachdem die BWF- Stiftung inklusive ihres Trägers, dem Bund deutscher Treuhandstiftungen e.V. (BDT e.V.), aufgeflogen und abgewickelt wurde, erleiden nun auch die „Partner“ des betrügerischen Konstrukts eine Insolvenz. Über die Kempkes Rechtsanwaltsgesellschaft mbH wurde beim Amtsgericht Köln der Insolvenzantrag gestellt. Wir berichteten schon am 21.10.2014 (hier) über die dubiosen Vorgänge bei dem Goldanlagenanbieter der BWF- Stiftung. Zu diesem Zeitpunkt hatte die „Stiftung“ gerade eine Wirtschaftsprüferbescheinigung veröffentlicht, in der die angeblichen Goldbestände bestätigt wurden. Wie man seit Anfang dieses Jahres weiß, war das „Gold“ größtenteils angemaltes Metall ohne Wert. Das erklärte auch, weshalb der Wirtschaftsprüfer sich ausdrücklich vage hielt und nur verschriftlichte, was die BWF- Stiftung selbst veröffentlichte.

Diese Bestandsbescheinigung wurde auf dem Kanzleipapier mit dem Briefkopf der Kanzlei Kempkes Rechtsanwaltsgesellschaft mbH gedruckt und veröffentlicht. Somit ist es nicht verwunderlich, dass die Kanzlei jetzt ebenfalls von dem Sog erfasst wurde und Insolvenz anmelden musste. Nun bleibt als weiterer ehemaliger Partner des BDT e.V. und der BWF- Stiftung noch die Kanzlei des Verbraucherschutzanwalts Dr. Schulte & Partner aus Berlin. Auf der Kanzlei-eigenen Homepage stellt sich die Kanzlei von Dr. Schulte als völlig neutraler Berater der BWF- Gruppe dar, der nur seinen anwaltlichen Pflichten nachging. In einem „Update vom 03.09.2015“ (http://www.dr-schulte.de/109-anlegerschutz/2903-bwf-stiftung-wdr-berichtet-am-23-06-2015 im unteren Teil der Seite) wird verkündet, eine Verfassungsbeschwerde vor dem Landesverfassungsgerichtshof Berlin eingereicht zu haben, weil Dr. Schulte & Partner in ein laufendes Strafverfahren in Sachen BWF Stiftung mit hineingezogen wurden. Die Staatsanwaltschaft Berlin scheint somit die Neutralität der Kanzlei zu überprüfen.

In den besagten Ermittlungen wurden überdies am 02.09. vier Haftbefehle gegen die maßgeblichen Verantwortlichen vollstreckt. Es besteht weiterhin der Verdacht wegen gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs, der gewerbsmäßigen Urkundenfälschung sowie Verstoßes nach dem Kreditwesengesetz durch ein Anlageprodukt, in welchem potentiellen Anlegern der Ankauf von Gold suggeriert worden sein soll. Die Ermittlungsbehörde gab an, dass es sich bei rund 6.000 Kunden um Anlegergelder in Höhe von 54 Millionen Euro handeln würde. Ein zweistelliger Millionenbetrag dieser Gelder sei vermutlich aber nicht zum Ankauf von physischem Gold, sondern anderweitig vertragswidrig und betrügerisch verwendet worden.

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09.06.2015
08:49

BWF- Stiftung: Aufgeflogen und Demaskiert

Goldbestände größtenteils aus unechtem Gold

Ein Beitrag von Rechtsanwalt Thomas Kreyenkötter, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht, und von Katharina Jule Engler, studentische Hilfskraft

Seit unserem letzten Beitrag hat sich die Lage der Berliner Wirtschafts- und Finanzstiftung (BWF- Stiftung) dramatisch verändert. Zunächst fand noch im Februar eine großangelegte Razzia in 19 Wohnungen und Büros der BWF- Stiftung statt. Als Vorwürfe stehen gewerbsmäßiger Betrug und Untreue im Raum. Die Bundesanstalt für Finanzaufsicht (BaFin), die die Razzia angestoßen hatte, setzte zum gleichen Zeitpunkt Rechtsanwalt Georg Bernsau als Abwickler ein, damit dieser das Gold der Stiftung verkauft und den Erlös an die Anleger zurückzahlt. Auf der Homepage der BaFin heißt es dazu, dass die BWF- Stiftung ihren Goldvertrieb als Einlagengeschäft auflegte und die dafür nötige Erlaubnis nicht eingeholt hatte. Das heißt im Umkehrschluss, dass die Verantwortlichen gegen ein Schutzgesetz verstießen und damit bei Schäden wohl sowohl mit dem Gesellschaftsvermögen als auch mit ihrem Privatvermögen haften. Das dürfte ein schwacher Trost für geschädigte Anleger sein. Denn diese können nicht auf die Rückzahlung ihrer Anlagen aus den Goldbeständen der „Stiftung“ hoffen.

Bei der Öffnung des Tresors kamen zunächst „goldfarbene Gegenstände in Metall“ zu Tage, die jeweils eine Prägung mit ihrem angeblichen Gewicht trugen. Nur durch Zusammenrechnen der Gewichtsangaben wären rund vier Tonnen Gold zusammengekommen mit einem Wert von mehr als 140 Millionen Euro. Bei näherer Prüfung stellte sich aber schnell heraus, dass es sich mitnichten bei allen Barren um echtes Gold handelte. Schätzungsweise seien nur 5 % des Bestandes aus Gold, wie die Generalstaatsanwaltschaft Berlin mitteilte. Die Abwicklung durch Rechtsanwalt Bernsau durch den Goldverkauf kann also gar nicht zu befriedigenden Ergebnissen führen. Der Schaden für Anleger ist voraussichtlich immens. Ihnen ist zu raten, möglichst schnell Verantwortliche für die Schadensverursachung in Anspruch zu nehmen, bevor Insolvenz angemeldet wird. Dabei kommen nicht nur die unmittelbaren Angehörigen des „BWF- Clans“ in Betracht, sondern auch Anlagenvermittler und -berater, die von der Masche der Goldhändler wussten oder hätten wissen müssen.

Die Verschleierungstaktik der BWF- Verantwortlichen ist aufgegangen, ihnen sind ca. 6.000 Anleger ins Netz gegangen. Die Verschleierung begann offensichtlich bereits beim Namen. Tatsächlich war die BWF- Stiftung niemals eine rechtsfähige Stiftung. Stattdessen handelte als verantwortlicher Treuhänder stets der „Bund Deutscher Treuhandstiftungen e.V.“ (BDT e.V.) als eingetragener Verein. Für diesen wurde am 26. März die vorläufige Insolvenzverwaltung gerichtlich angeordnet. Die BWF- Kapitalholding GmbH wiederum sei von dem Insolvenzanordnung nicht betroffen, laut offiziellen Informationen des Insolvenzverwalters Christian Graf Brockdorff. (Für nähere Informationen: Homepage des Rechtsanwalts Georg Bernsau).

Wenn Sie Betroffener sind, können Sie in unserer Kanzlei RSW Beratung mit Sitz in Münster, Dülmen und Steinfurt mit dem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Thomas Kreyenkötter Kontakt aufnehmen. Herr Kreyenkötter kann Sie zu möglichen Schadensersatzansprüchen und Rückzahlungsansprüchen umfassend beraten und Sie auch bei einer entsprechenden Klage unterstützen.

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