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Canada Gold Trust: Schadensersatzklage von Anlegern erfolgreich

Bescheinigung für Goldvorkommen war geschönt

Ein Beitrag von Rechtsanwalt Thomas Kreyenkötter, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht, und von Dipl.- Jur. Katharina Jule Engler, wissenschaftliche Mitarbeiterin.

Das Kapitel um die Canada Gold Trust GmbH  (CGT GmbH) könnte zu einem weiteren traurigen Kapitel des groß aufgelegten Anlegerbetrugs werden. 2014 sammelte die deutsche CGT GmbH mithilfe von Xolaris und dima24.de ca. 47 Mio. Anlegergelder ein. Das Geld sollte über dafür zu gründende Fondsgesellschaften als Kredit an den kanadischen Goldminenbetreiber Henning Gold Mines Inc. (HGM) ausgegeben werden. Mit dem Gewinn aus dem geförderten Gold sollte HGM die Kredite samt saftiger Rendite zurück an die Fondsgesellschaften und damit zurück an die Anleger auszahlen. Dieses Modell klang so plausibel, dass sogar die ProSieben Show Galileo mehrfach über den voraussichtlichen Goldrausch bei HGM in Kanada berichtete.

LG Konstanz verurteilt CGT Geschäftsführer wegen falscher Gutachten

In einem Schadensersatzprozess vor dem Landgericht Konstanz gegen die zwei ehemaligen Geschäftsführer der CGT GmbH kam nun aber die traurige Wahrheit ans Licht. Es gab tatsächlich Gutachten, über die Goldvorkommen in Kanada. Diese wurden aber nicht vollständig im Verkaufsprospekt der Geldanlage aufgeführt. Die Gutachten kamen nämlich eigentlich zu dem Ergebnis, dass die behaupteten Goldfördermengen zu keinem Zeitpunkt wirtschaftlich rentabel hätten gewonnen werden können. Stattdessen machten die Gutachter Zweifel an der Erträglichkeit der Gebiete deutlich. Diese Zweifel übernahmen die Prospektverantwortlichen GmbH Geschäftsführer aber nicht in ihren Verkaufsprospekt.

Geschäftsführern halten sich nicht in Deutschland auf

Somit machten sich die Geschäftsführer gegenüber den Anlegern schadensersatzpflichtig. Auch wenn der Anspruch auf Rückerstattung der Anlagesumme zumindest in einem Fall nun gerichtlich festgesetzt ist, kann dies nur einen schwachen Trost bieten. Denn es ist keineswegs sicher, dass die Geschäftsführer jemals wieder deutschen Boden betreten werden, um dann die Schadensersatzforderungen zu begleichen. Größeren Erfolg könnte ein Vorgehen gegen Anlagevermittler und Bankberater haben, die die Anlage als sicher vermarkteten.

In der Kanzlei RSW Beratung mit Sitz in Münster, Dülmen, Steinfurt und Nordhorn ist Herr Rechtsanwalt Thomas Kreyenkötter, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht, tätig. Sollten Sie Fragen haben zu Ihrer Anlage bei CGT oder einer anderen Geldanlage, bei der Sie sich nicht richtig beraten fühlen, können Sie sich gern über die Kanzlei an Herrn Rechtsanwalt Kreyenkötter wenden. Mit seiner Spezialisierung als Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht weist er die nötige Expertise auf, um Ihnen behilflich zu sein.

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Insolvenzantrag von der Canada Gold Trust GmbH gestellt

Totalverlust der Anlegergelder zu befürchten

Ein Beitrag von Rechtsanwalt Thomas Kreyenkötter, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht, und von Katharina Jule Engler, studentische Hilfskraft.

Die Canada Gold Trust GmbH (CGT GmbH), die zur Auflegung gleichnamiger Fonds gegründet wurde und zuletzt in negative Schlagzeilen geraten ist (Lesen Sie auch diesen Beitrag), ist zahlungsunfähig. Die Fondsgesellschaften selbst sind ebenfalls nicht sonderlich finanzstark aufgestellt. Grund dafür sind die Kredite, die an die Henning Gold Mines (HGM) in Kanada zur Förderung von Gold ausgegeben wurden. HGM zahlt die Kreditsummen aber nicht zurück, weil auf dem entsprechenden Claim bisher gar kein Gold gefördert wird. Überdies stehen offenbar noch Gewerbesteuernachforderungen aus, deren Bedienung durch die Fondsgesellschaften unwahrscheinlich erscheint.

Somit stehen die knapp 50 Mio. € eingesammelten Anlegergelder auf sehr wackeligen Beinen und es scheint ein Totalverlust möglich. Anleger sollten sich nicht mit dem Verlust ihrer Gelder zufrieden geben, sondern fragen, ob es unter fairen Bedingungen zur Anlage kam. Insbesondere fehlende Aufklärung über Risiken des Goldabbaus und Risiken der Kreditvergabe an die kanadischen Goldminen könnten eine Pflichtverletzung des jeweiligen Anlagenvermittlers darstellen. Das liegt insbesondere nahe, da angeblich ungefähr die Hälfte der Gelder über die Vermittlungsseite dima24.de eingesammelt wurden. Der damalige dima24- Inhaber Malte Hartwieg gehörte zu diesem Zeitpunkt ebenfalls zum größeren Verantwortlichenkreis des CGT- und HGM- Geflechts. Gegen Hartwieg wird bereits wegen Anlagebetrugs in anderer Sache ermittelt.

In der Kanzlei RSW Beratung mit Sitz in Münster, Dülmen, Steinfurt und Nordhorn ist Herr Rechtsanwalt Thomas Kreyenkötter tätig, der die Qualifikation als Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht besitzt. Wenn Sie Fragen zu Ihren Möglichkeiten bezüglich der Sicherung Ihres Kapitals haben, vereinbaren Sie gerne einen Termin mit ihm.

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Canada Gold Trust: Gold als große Chance?

Anlegerkapital verschwunden – Insolvenz angedroht

Die Canada Gold Trust (CGT) sammelte im modernen Goldrausch mit Versprechungen von 14 % Rendite ca. 50 Mio. €  Anlegergelder ein. Die Gelder sollten größtenteils in die Henning Gold Mines Inc. (HGM) investiert werden, die in Kanada Gold förderte. Sogar ProSiebens Fernseh-Show „Galileo“ stellte die Goldgräberstelle der HGM in Kanada als erfolgreiche und vielversprechende Quelle für Reichtum dar. Die Realität sah und sieht leider vollkommen anders aus. Nachdem im Sommer 2014 die CGT Fonds I-III im Rahmen einer großen Umstrukturierungsmaßnahme die Umwandlung ihrer bestehenden Darlehen in Aktien beschlossen, rissen die Negativschlagzeilen nicht mehr ab. 

Ein Anlegerinformations- Bericht der HGM über eine ihrer Minen wurde im Dezember 2014 von den kanadischen Behörden kassiert. Der Bericht verstieß gegen diverse Vorschriften eines Regelwerks, das Anleger vor  irreführenden, fehlerhaften und betrügerischen Informationen zu Mineralienabbauprojekten schützen soll. Die HGM musste zum Teil ganze Passagen von ihrer Homepage entfernen, andere umfangreich korrigieren. Gründe für die Rücknahmen waren, dass keine Betriebs- und Investitionskosten, Rückführungen, Schmelzkosten etc. erkennbar in die Aufstellungen einbezogen wurden. Außerdem seien nur die besten Ergebnisse dargestellt, statt ein realistisches Mittel anzugeben. Somit könnte man den Bericht als deutlich geschönt bezeichnen. (Firmenhomepage auf englischer Sprache http://www.henninggoldmines.com/news). Im Winter 2014 feindeten sich überdies die HGM- Verantwortlichen Donhuysen und Schmolinski öffentlich an. Dabei ging es unter anderem um Vorwürfe, Gelder veruntreut zu haben, und die Aufforderung dementsprechend Geld wieder nachzuschießen. Schmolinski stellte sogar in Frage, ob die HGM andernfalls überhaupt in die Abbausaison starten könne. Diese Vorwürfe sind bis heute nicht widerlegt.

Auch die CGT scheint nicht besonders viel von der Preisgabe realistischer Zahlen und Ziele zu halten. Während bis 2014 die angekündigten max. 14 % Rendite auf die Anlegergelder noch ausgezahlt wurden, forderten die Verantwortlichen Anfang des Monats nun Ausschüttungen von den Anlegern zurück. Andernfalls drohe die Insolvenz. Anleger sollten sorgfältig prüfen, ob sie die Gelder tatsächlich zurückzahlen. Fachliche Beratung durch einen Rechtsanwalt ist dringend zu empfehlen, insbesondere mit Hinblick auf die Möglichkeit von Schadensersatzforderungen wegen fehlerhafter Anlagenberatung als auch aus unerlaubter Handlung. Dabei sind Verjährungsfristen zu beachten, das heißt schnelles Handeln ist erforderlich, gerade für die zuerst aufgelegten Fonds CGT I und II.

Der Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Thomas Kreyenkötter ist in der Kanzlei RSW Beratung mit Standorten in Münster, Dülmen und Steinfurt tätig. Sollten Sie in das Gold der CGT investiert haben und nun um Ihre Anlagen fürchten, steht er Ihnen gerne zu einer professionellen, anwaltlichen Beratung zur Verfügung.

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