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KanAm Grund Real Estate Estate Asset Management

Nur 8 von 18 aufzulösenden Offenen Immobilienfonds mit positivem Anlageerfolg

Ein Beitrag von Rechtsanwalt Thomas Kreyenkötter, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht, und von Katharina Jule Engler, studentische Hilfskraft.

Die KanAm Grund Kapitalverwaltungsgesellschaft hatte am 29. Februar 2012 die Verwaltung des KanAm grundinvest Fonds gekündigt. Am 31. Dezember 2016 tritt die Kündigung in Kraft, bis dahin bemüht sich KanAm möglichst gewinnbringend die gehaltenen Immobilien zu verkaufen. Zum 30. Juni 2015 konnte KanAm verkünden, dass die letzten noch verbleibenden Bankdarlehen planmäßig zurückgeführt werden konnten. Damit wurde rund 2,3 Mrd. Darlehensschuld getilgt. Das nun noch verbleibende und durch weitere Verkäufe zu erwerbende Kapital steht nun den Anlegern zu. Am 06. Oktober wurden nochmals 3 Euro pro Anteil an die Anleger ausgeschüttet, was die größte Einzelausschüttung seit Auflösung und Auszahlung darstellt. Insgesamt wurden damit bisher 1,1 Mrd. €, das sind 28 % des ursprünglichen Fondsvermögen, an die Anleger ausgezahlt.

Im September veröffentliche KanAm Grund eine Studie, in der sich auflösende offene Immobilienfonds auch anderer Anbieter dargestellt und bezüglich ihrer Rentabilität für Anleger analysiert werden. Seit den Auflösungen ab 2011 konnten die Fonds Immobilien im Wert von rd. 19 Mrd. €  verkaufen. Ursprünglich hatte das Immobilienvermögen der Fonds einen Wert von ca. 33 Mrd. €. KanAm bezog 18 Fonds in die Studie ein. Nur zwei hatten bis zum 31.08.2015 ihre Fremdfinanzierungen gänzlich getilgt. Am meisten zahlte bisher der CS EUROREAL an seine Anleger aus, nämlich ca. 2,7 Mrd. €. Insgesamt kam KanAm in der Studie zu dem Ergebnis, dass bisher nur 8 der 18 untersuchten offenen Immobilienfonds einen positiven individuellen Anlageerfolg für die privaten Anleger aufweisen können.

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15.03.2013
09:25

Sparkasse zu Schadenersatz verurteilt

Beratung zur Beteiligung an KanAM USA XII Ltd. Partnership nicht ordnungsgemäß

Das Landgericht Münster hat in einem Urteil vom 08. März 2012 entschieden, dass die Sparkasse zum Schadenersatz an einen Anleger verpflichtet ist, da diese den Anleger nicht ordnungsgemäß über erhaltene Rückvergütungen aufgeklärt hat.

In dem durch das Landgericht Münster entschiedenen Fall hatte die Sparkasse dem Anleger empfohlen, eine Beteiligung an der KanAm USA XII Ltd. Partnership zu erwerben und nach Abschluss des Beteiligungsvertrages eine Rückvergütung in Höhe von 7% erhalten. Über diese Rückvergütung ist der Anleger nicht aufgeklärt worden. 

Nach der inzwischen ständigen Rechtssprechung des Bundesgerichtshofes ist eine beratende Bank dazu verpflichtet, Anleger über Provisionen, die hinter deren Rücken an die Bank wegen des Abschlusses eines Vertrages mit einer anderen Kapitalanlagegesellschaft gezahlt werden, aufzuklären. Diese Rechtssprechung wird als sog. kick-back Rechtssprechnung bezeichnet. Bei einer fehlenden Aufklärung über die Art und Höhe dieser Rückvergütungen haftet die Bank grundsätzlich auf Schadenersatz. Diesem Grundsatz entsprechend hatte das Landgericht Münster dem Anleger der KanAm USA XII Ltd. Partnership Schadenersatz gegen die Sparkasse zugesprochen, da eine solche Aufklärung nicht erfolgt war.

Dass den Anlegern der KanAm USA XII Ltd. Partnership ein Schaden entstanden ist, ist unbestritten, da die Fondsgesellschaft selbst mitgeteilt hatte, dass weitere Auszahlungen an die Anleger nicht zu erwarten seien. Insofern ist mit einem erheblichen Verlust für die Anleger zu rechnen.

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19.02.2013
07:56

KanAM USA XII Limited Partnership

Keine weiteren Auszahlungen zu erwarten

Die Fondsgesellschaft KanAm USA XII Limited Partnership hat sich an einem Einkaufs- und Freizeitzentrum Meadowlands Xanadu in New Jersey, ca. fünf Meilen von Manhattan entfernt, beteiligt.

Die Fondsgesellschaft hat über unterschiedliche Banken Privatanleger akquiriert, die sich mit ihrem Kapital an diesem Projekt beteiligt haben. Gründungskommanditistin war die KanAm Grundbesitz GmbH mit Sitz in München.

Nachdem die Anleger in den ersten Jahren Ausschüttungen erhalten haben, stellte die KanAm USA XII Limited Partnership die Auszahlungen im Jahr 2007 endgültig ein. In der Folge wurde mitgeteilt, dass mit weiteren Kapitalrückflüssen aus dem Projekt nicht zu rechnen sei. Es ist also zu erwarten, dass die Anleger einen Verlust in Höhe des Betrages erleiden werden, der ihnen noch nicht in Form der Ausschüttungen zurückgezahlt wurde. 

Erschwerend kommt hinzu, dass die Verluste nicht steuerlich geltend gemacht werden können, da eine Verrechnung nur mit Gewinnen aus amerikanischen Einkünften aus Vermietung und Verpachtung möglich ist. Mit deutschen Einkünften sind die Verluste nicht verrechenbar.

Die Fondsbeteiligung ist unter anderem von unterschiedlichen deutschen Banken empfohlen worden. Es ist davon auszugehen, dass die Banken für diese Empfehlungen Provisionen kassiert haben. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes ist über diese sog. Kick-Backs, also Rückvergütungen, der Anleger aufzuklären. Ist eine entsprechende Aufklärung  über die Art und Höhe der Rückvergütungen nicht erfolgt, haftet die Bank dem Anleger auf Schadenersatz.

 

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