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Clear TV Media, Community Merchant Solutions Ltd., Network Oncology Inc. uvm.

BaFin veröffentlicht Informationen zur Marktmanipulation

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ist eine Einrichtung des Bundes. Sie soll ein funktionsfähiges, stabiles und vertrauenswürdiges deutsches Finanzsystem gewährleisten und dessen Aufbau unterstützen. Diese Aufgabe nimmt die BaFin vor allem durch die Aufsicht von Kreditinstituten, Versicherern und Finanzdienstleistern wahr. Dazu gehört darüber hinaus aber auch, dass die BaFin Anleger informiert, wenn sie fragwürdige Vorgänge aufdeckt – zum Beispiel bei einem Verdacht auf Marktmanipulation. Marktmanipulation erfolgt insbesondere dadurch, dass unerfahrene Anleger massenhaft durch unseriöse Weise zur Anlage ihrer Gelder gedrängt werden und das, ohne ausreichende Informationen zu dem Anlageobjekt zu haben. Auf diese Art angelegte Gelder gehen meist schneller verloren, als den Anlegern lieb sein dürfte, nämlich ohne jegliche Rendite abgeworfen zu haben. Wurde dem Anleger zum Beispiel durch einen unbestellten Telefonanruf oder eine E-Mail eine Anlage angepriesen, sollte sich der Verbraucher kritisch fragen, welches Interesse ein Fremder an der Werbung für diese Anlage haben könnte. Eine entsprechende Anlageentscheidung sollte jedenfalls nicht ohne ausführliche, möglichst unabhängige Recherche erfolgen. 

Die BaFin stellt auf ihrer Internetseite immer wieder Informationen zur Verfügung, wenn ein bestimmtes Anlageobjekt besonders auffällig geworden ist. In den letzten Monaten äußerte sie sich unter anderem zu Anlagen bei Clear TV Ltd., Network Oncology Inc., Trig Social Media AB und Community Merchant Solutions Ltd (Homepage der BaFin zu Marktmanipulationen). Verbraucher sollten dieses Informationsangebot nutzen, da die BaFin als unabhängige staatliche Institution besonders vertrauenswürdig ist. 

Ist es zu spät und die auf manipulative Art eingetriebenen Gelder sind verloren gegangen, kann die BaFin dem Verbraucher leider nicht mehr helfen. Zwar kann sie nach Meldung der Vorgänge Informationen herausgeben, die andere Anleger warnt; Schadensersatzansprüche muss der Anleger aber allein geltend machen. Dabei ist anwaltliche Beratung, möglichst von einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht, zu empfehlen. In der Kanzlei RSW Beratung, die ihren Sitz in Münster, Dülmen und Steinfurt hat, ist Herr Rechtsanwalt Thomas Kreyenkötter tätig, der eine entsprechenden Fachanwaltsqualifikation hat. Er steht betroffenen Anlegern bei der Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen gegen Kreditinstitute, Anlagenvermittlern und Fondsinitiatoren zur Seite.

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29.06.2013
10:01

Schutz vor betrügerischen Marktmanipulationen

Tipps für eine sichere Anlage

In einem aktuellen Flyer gibt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) Anlegern Tipps, wie sie es vermeiden können, Opfer von betrügerischen Marktmanipulationen werden. 

Demnach können bereits einige einfache Faustregeln vor hohen Verlusten schützen: So ist Vorsicht geboten, wenn Anlagetipps - sollten sie noch so seriös wirken- unaufgefordert per E-Mail zugesandt werden. Weiterhin bedenklich sind zugesicherte hohe Gewinne sowie der Aufbau von Zeitdruck, um sich eine vermeintlich lukrative Anlage noch schnell sichern zu können. Vor einer Anlage sollte man sich außerdem über das Unternehmen informieren, in das man investiert. Wird dabei deutlich, dass das Unternehmen kein erkennbares operatives Geschäft zu haben scheint oder sind allgemein nur sehr wenig Informationen zu finden, ist von der Anlage abzuraten.

Wenn diese grundlegenden Tipps bei der Anlage beherzigt werden, kann vielen betrügerischen Manipulationen bereits Einhalt geboten werden. Wird man dennoch durch ein solches Vorgehen geschädigt, ist angeraten, Schadensersatzansprüche geltend zu machen.

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BaFin berichtet über 250 Marktmanipulationen in 2012

Scalping-Fälle nehmen deutlich zu

Die BaFin berichtet über insgesamt 250 unerlaubte Marktmanipulationen für börsennotierte Wertpapiere in 2012. Dies sei die höchste Zahl an festgestellten Manipulationshandlungen, die überhaupt registriert wurde. Bei der Mehrzahl dieser Fälle handelt es sich um das sogenannte Scalping.

Beim Scalping handelt es sich um eine Art der Marktmanipulation, bei der Privatanleger für den Kauf von Aktien geworben werden, durch deren Käufe die Kurse in die Höhe getrieben werden. Die Täter haben sich vorher mit denselben Aktien eingedeckt und verkaufen diese, sobald der Kurs aufgrund der durch die Anleger getätigten Käufe gestiegen ist. Nach dem Verkauf der Kontingente fallen die Kurse wieder erheblich, so dass für die Anleger oftmals ein großes Verlust des investierten Geldes verbleibt.

Die Anleger werden häufig durch Telefonanrufe der Täter angeworben. Bei den empfohlenen Aktien handelt es sich regelmäßig um solche, deren Kurs unterhalb eines Euros liegt, da diese Papiere besonders empfänglich für derartige Manipulationshandlungen sind und auch bei Käufen geringerer Stückzahlen mit starken Kursanstiegen reagieren.

Nach Mitteilung der BaFin handelt es sich bei dieser Vorgehensweise zwar um eine altbekannte Methode. Eine neue Qualität hat allerdings die organisierte Vorgehensweise der Täter erreicht. Für die Anwerbung von Anlegern werden zum Teil sogar Callcenter eingeschaltet. Für die Anleger geht es oft um Schäden im fünf- oder sechsstelligen Euro-Bereich.

Sollte den Tätern diese Vorgehensweise nachweisbar sein, handelt es sich um ein strafbares Verhalten, aufgrund dessen die Täter zum Schadenersatz für die Anleger verpflichtet sind. 

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