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24.01.2014
08:09

Falschberatung beim Medienfonds VIP 3

Schadensersatz für Anleger

Zwei weitere Schadensersatzklagen von Anlegern wegen Falschberatung hatte das OLG Hamm kürzlich zu entscheiden. Bereits im letzten Jahr hatte das Oberlandesgericht festgestellt, dass der Emissionsprospekt für den Medienfonds VIP 4 fehlerhaft sei und Anlegern auf dieser Grundlage Schadensersatz zugesprochen. Ihr Kapital zurück erhalten nach den Urteilen vom 14. November 2013 (Az. 34 U 147/11) und 17. Dezember 2013 (Az. 34 U 110/11) auch Anleger des Medienfonds VIP 3.

Für diese Anlage sei ebenfalls ein falscher Emissionsprospekt ausgegeben worden. In dem Prospekt war die Anlage als „Garantiefonds“ bezeichnend worden. Den Anlegern wurde eine besondere Absicherung des Kapitals suggeriert, die jedoch nicht vorhanden war. Das Verlustrisiko des Fonds wurde somit im Prospekt nur verharmlosend dargestellt. Die Anlageberater der Kläger hatten nicht nachweisen können, dass sie die Mängel des Emissionsprospekts im Beratungsgespräch aufgezeigt hatten.

Dazu seien sie aber verpflichtet, so das OLG Hamm. Die betroffenen Anleger hatten Klage auf Schadensersatz gegen ihre Anlageberater erhoben, nachdem sich der Fonds wirtschaftlich nicht wie erhofft entwickelt hatte. Das Gericht gab der Klage mit der Begründung, die Anlageberater hätten ihre Pflicht zur anleger- und objektgerechten Beratung der Kläger verletzt, statt.

Es sei deutlich gewesen, dass die angebliche Absicherung des Kapitals maßgeblich dafür gewesen sei, dass die Kläger sich für eine Beteiligung am Medienfonds VIP 3 entschieden hatten. Daher hätten die Anlageberater über die Fehler im Prospekt aufklären müssen. 

Das OLG erklärte darüber hinaus, dass dies nicht für eine Beteiligung am Medienfonds VIP 2 gelte, denn der Emissionsprospekt dieser Anlage sei fehlerfrei gewesen.

Wenn Sie sich ebenfalls am Medienfonds VIP 3 beteiligt haben und durch die wirtschaftliche Entwicklung des Fonds Kapital verloren haben, kann es sich für Sie lohnen, ebenfalls gegen ihren Anlageberater vorzugehen. Dieser kann sich nur dann entlasten, wenn er nachweisen kann, dass er Sie im Beratungsgespräch über die Fehler im Prospekt aufgeklärt hat. In unseren Büros in Münster, Dülmen und Steinfurt-Borghorst beraten wir Sie gerne über mögliche Schadenersatzansprüche.

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Fehlerhafte Anlageberatung für Medienfonds „Hannover Leasing Nr. 114“

Sparkasse muss Anleger Schadensersatz zahlen

Erneut ist einem Anleger in einem Verfahren wegen fehlerhafter Anlageberatung Recht zugesprochen worden. Das Landgericht Limburg hat in seinem Urteil vom 8. November 2013 (Az. 4 O 220/11) die Sparkasse Limburg zur Leistung von Schadensersatz verpflichtet. Sie hatte den klagenden Anleger vor seinem Einstieg in den Medienfonds Hannover Leasing Nr. 114 beraten. Dabei hatte die Sparkasse jedoch verschwiegen, dass sie durch das Geschäft eine Rückvergütung erhält.

Dies stellt laut Urteil einen Beratungsfehler dar, der zur Schadensersatzpflicht führt. Daher muss die Sparkasse dem Anleger sein Anfangskapital zurückzahlen und auch für alle weiteren Kosten aufkommen, die ihm durch die Anlage entstanden sind. 

Sollten Sie ebenfalls befürchten, beim Medienfonds Hannover Leasing Nr. 114 oder einer anderen Anlage falsch beraten worden zu sein, kann es sich für Sie auszahlen, sich durch einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht über Ihre Möglichkeiten informieren zu lassen. Gerne sind wir Ihnen bei der rechtlichen Beurteilung des Verhaltens ihres Anlageberaters behilflich.

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Falschberatung auf Grundlage von fehlerhaftem Emissionsprospekt

Schadensersatz für Anleger von Medienfonds VIP 4

In einer kürzlich ergangenen Entscheidung hat das OLG Hamm (Az. 34 U 53/10) den Schadensersatzanspruch eines Anlegers, der in den Medienfonds VIP 4 investiert hatte, bekräftigt. Dem Anleger war der Fonds durch seine Sparkasse vermittelt worden. 

Diese hatte im Beratungsgespräch allerdings einen fehlerhaften Emissionsprospekt verwendet. Der Prospekt enthielt unter anderem falsche Angaben über für das Kapital bestehende Risiken und erweckte fälschlicherweise den Eindruck, dass die Einlagen zu 115% abgesichert seien. Darüber hinaus beruhte die im Prospekt enthaltene Prognoserechnung zur künftigen Entwicklung der Anlage auf nicht nachvollziehbaren Erlösannahmen.

In der Folgezeit erzielte der Fonds nicht den vom Anleger erhofften wirtschaftlichen Erfolg. Als problematisch erwies sich insbesondere, dass die Finanzämter die steuerlichen Verlustzuweisungen der Fondsgesellschaft nicht anerkannten. Schließlich verklagte der Kläger die Sparkasse auf Rückabwicklung. 

Das OLG Hamm urteilte, dass die Sparkasse im Beratungsgespräch hätte deutlich machen müssen, dass der Emissionsprospekt fehlerhaft sei. Dies konnte die Sparkasse allerdings nicht beweisen. Weil die Angaben im Prospekt für den Kläger wesentliche Kriterien bei der Entscheidung für die Anlage gewesen seien, verurteilte das OLG die Sparkasse zur Rückabwicklung des Vertrages.

Wenn Sie ebenfalls in den Medienfonds VIP 4 investiert haben und dadurch Verluste erlitten haben, sollten Sie dringend Kontakt zu einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht aufnehmen und sich bezüglich einer Rückabwicklung der Anlage beraten lassen.

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