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31.03.2015
10:39

S&K: Anklage erhoben

Strafrechtliches Mammutverfahren eröffnet

Nachdem das Schneeballsystem der S&K-Gruppe unter den Firmengründern Stephan Schäfer und Jonas Köller im Februar 2013 aufgeflogen war, hatte der aufwendige Lebensstil der Verantwortlichen ein jähes Ende. Seit nun zwei Jahren sitzen sechs Verdächtige dieses Finanzskandals in Untersuchungshaft. Ein Fluchtversuch von Stephan Schäfer im September 2013 durch einen Sprung aus dem Fenster des Gerichtsgebäudes hatte statt der Freiheit nur erhebliche Knochenbrüche zur Folge. Ein siebter Beschuldigter ist lediglich wegen fehlender Fluchtgefahr noch auf freiem Fuß.

Schon in der Entscheidung über die Verlängerung der Untersuchungshaft im November 2014 machte das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt deutlich, dass es die Beschuldigten des gewerbs- und bandenmäßigen Betruges (teilweise Beihilfe) sowie teilweise darüber hinaus der schweren Untreue bzw. der Anstiftung zur Untreue dringend verdächtig hielte. Anlegern der S&K- Gruppe sei vermittelt worden, mit den von ihnen eingezahlten Geldern im Rahmen der aufzulegenden Fonds Gewinne realisieren zu können. Tatsächlich sei beabsichtigt gewesen, die Gelder für die Ausstattung des von den Hauptbeschuldigten Schäfer und Köller unterhaltenen Schneeballsystems zu verwenden. 

Mit entsprechenden Vorwürfen erhob nun auch die Staatsanwaltschaft Frankfurt Anklage gegen die sieben mutmaßlichen Verantwortlichen. Köller und Schäfer werden als Hauptangeklagten in einer 3.150 Seiten starken Anklageschrift 49 Straftaten vorgeworfen. Der entstandene Vermögensschaden belaufe sich auf rund 240 Mio. €. Allerdings sei der Gesamtschaden vermutlich noch weit höher, laut dem Leitenden Oberstaatsanwalt Albrecht Schreiber. 

Zivilprozess für Schadensersatz

Anleger können die Verantwortlichen direkt durch zivilrechtliche Klagen zur Rückzahlung der investierten Gelder verpflichten lassen. So verurteilte das LG München im Januar bereits in einem Fall um die „Deutsche S&K Sachwert GmbH & Co. KG“ Schäfer, Köller und Hauke Braun persönlich zum Schadensersatz wegen der Initiierung des Fonds. Es darf als wahrscheinlich angesehen werden, dass ähnlich gelagerte Fälle ebenfalls erfolgreich sein würden. Wir beraten Sie gern, sollten Sie Ihre Gelder im Dunstkreis der S&K- Gruppe verloren haben. Thomas Kreyenkötter ist Fachanwalt im Bank- und Kapitalmarktrecht in der Kanzlei RSW Beratung mit Sitz in Münster, Dülmen und Steinfurt und somit Experte für zivilrechtliche Klagen gegen Fondsanbieter und Anlagenvermittler/-berater.

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22.11.2013
08:30

S&K plünderte auch MIDAS-Fonds

25 Millionen Euro aus Fonds abgezogen

Nach dem Auffliegen der betrügerischen Geschäfte der S&K-Gruppe (wir berichteten) werden neue Informationen darüber bekannt, aus welchen Quellen die Gründer von S&K die finanziellen Mittel für ihr Luxusleben bezogen.

Ausweislich eines Anlegerschreibens bediente man sich dabei auch beim Mittelstandsfinanzierer MIDAS. S&K hatte diesen 2011 übernommen und bei den Anlegern damit geworben, ein verbessertes Liquiditätsmanagement-System einführen zu wollen. Dieses System sah vor, dass liquide Mittel aus den MIDAS Mittelstandsfonds Nr. 2 bis Nr. 5 abgezogen werden und als Darlehen an die S&K-Gruppe vergeben werden. Im Zuge dessen wurden fast 25 Millionen Euro aus den MIDAS-Fonds abgezogen. In der Folgezeit –man ahnt es schon- leistete S&K jedoch weder Zinszahlungen noch Darlehensrückzahlungen.

Dies hat dazu geführt, dass die MIDAS-Fonds heute nur noch weniger als 20 % ihrer Zeichnungssumme wert sind!

Das MIDAS-Fondsmanagement versucht Anleger zu beruhigen und hofft darauf, dass nach Abschluss der staatsanwaltlichen Ermittlungen gegen S&K Mittel freigegeben werden. Zurzeit jedoch sind MIDAS die Hände gebunden, weil der in Untersuchungshaft sitzende Treuhänder Thomas Gloy keine Vollmachten erteilt hat. Daher kann das Fondsmanagement nicht über die Konten der MIDAS Mittelstandsfonds verfügen. Gekündigte Fondsanteile können deswegen momentan nicht einmal ausgezahlt werden.

Sollten auch Sie Anteile an einem der MIDAS-Mittelstandfonds halten, beraten wir Sie gerne zu Ihren Handlungsmöglichkeiten im Angesicht dieser Ereignisse.

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