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Falschberatung auf Grundlage von fehlerhaftem Emissionsprospekt

Schadensersatz für Anleger von Medienfonds VIP 4

In einer kürzlich ergangenen Entscheidung hat das OLG Hamm (Az. 34 U 53/10) den Schadensersatzanspruch eines Anlegers, der in den Medienfonds VIP 4 investiert hatte, bekräftigt. Dem Anleger war der Fonds durch seine Sparkasse vermittelt worden. 

Diese hatte im Beratungsgespräch allerdings einen fehlerhaften Emissionsprospekt verwendet. Der Prospekt enthielt unter anderem falsche Angaben über für das Kapital bestehende Risiken und erweckte fälschlicherweise den Eindruck, dass die Einlagen zu 115% abgesichert seien. Darüber hinaus beruhte die im Prospekt enthaltene Prognoserechnung zur künftigen Entwicklung der Anlage auf nicht nachvollziehbaren Erlösannahmen.

In der Folgezeit erzielte der Fonds nicht den vom Anleger erhofften wirtschaftlichen Erfolg. Als problematisch erwies sich insbesondere, dass die Finanzämter die steuerlichen Verlustzuweisungen der Fondsgesellschaft nicht anerkannten. Schließlich verklagte der Kläger die Sparkasse auf Rückabwicklung. 

Das OLG Hamm urteilte, dass die Sparkasse im Beratungsgespräch hätte deutlich machen müssen, dass der Emissionsprospekt fehlerhaft sei. Dies konnte die Sparkasse allerdings nicht beweisen. Weil die Angaben im Prospekt für den Kläger wesentliche Kriterien bei der Entscheidung für die Anlage gewesen seien, verurteilte das OLG die Sparkasse zur Rückabwicklung des Vertrages.

Wenn Sie ebenfalls in den Medienfonds VIP 4 investiert haben und dadurch Verluste erlitten haben, sollten Sie dringend Kontakt zu einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht aufnehmen und sich bezüglich einer Rückabwicklung der Anlage beraten lassen.

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