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Direktinvestments in Frachtcontainer entpuppt sich als Risikoanlage

P & R meldet Insolvenz an

Ein Beitrag von Rechtsanwalt und Notar Thomas Kreyenkötter, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht, und von Dipl.- Jur. Katharina Jule Engler, wissenschaftliche Mitarbeiterin.

Nachdem 2017 bereit Magellan Maritime Services Insolvenz anmeldeten (wir berichteten), ist nun ein weiterer Anbieter von Frachtcontainer- Direktinvestments insolvent gegangen. P & R stellt sich selbst auf seiner Homepage als Urgestein des Container- Marktes dar. In vierzig Jahren Unternehmensgeschichte sei P & R immer seinen Verpflichtungen gegenüber den Anlegern nachgekommen. Im Übrigen wurde für den Containermarkt durchweg Stabilität, Vergrößerung und Unabhängigkeit von Finanzkrisen prognostiziert. Ganz am Ende der Homepage, auf der häufig gefragte Fragen (FAQ) beantwortet werden, steht allerdings der Hinweis: „Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen. Der in Aussicht gestellte Ertrag ist nicht gewährleistet und kann auch niedriger ausfallen.“ Dieser Fall ist jetzt wohl trotz aller Versprechungen eingetreten.

Eigentumsverhältnisse bei "gekauften" Containern ungeklärt

Wie schon im Fall der Magellan Maritime Services ist auch in der Insolvenz von P & R fraglich, wem die Container tatsächlich gehören. Denn bei der vorgenommenen Vertragsgestaltung ist – anders als P & R es versprochen hatte – keineswegs eindeutig, ob die Anleger tatsächlich Eigentum an den Containern erworben haben, denn sie haben diese natürlich niemals körperlich übergeben bekommen. Das ist zwar nach den Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) nicht zwangsläufig für einen Eigentumserwerb notwendig, aber es muss zumindest eine vergleichbare Handlung vorgenommen worden sein. Die Eigentümer- stellung dürfte entscheidend dafür sein, ob spätere Verwertungserlöse aus dem Verkauf der Container der Insolvenzmasse zufallen und zur Begleichung sämtlicher Schulden von P & R verwendet werden oder ob sie direkt jeweils den einzelnen Anlegern zustehen.

Um möglichst erfolgreich vorgehen zu können, erscheint es ratsam, die Fälle von einem spezialisierten Rechtsanwalt prüfen zu lassen. Er kann aufgrund seiner Erfahrung beurteilen, welche Schritte unternommen werden müssen z.B. welche Forderungen zur Insolvenztabelle angemeldet werden müssen und/oder ob auch Ansprüche gegen Anlagenvermittler geltend gemacht werden können. Denn unter Umständen mussten Vermittler – jedenfalls spätestens nach der Magellan- Pleite – von den Risiken des Container- Direktinvestments Kenntnis haben und hätten Anleger auf diese Risiken hinweisen müssen. In der Kanzlei RSW Beratung mit Sitz in Münster, Dülmen, Steinfurt und Nordhorn sind Rechtsanwalt und Notar Herr Thomas Kreyenkötter und Herr Rechtsanwalt Christian Michael jeweils mit Tätigkeitsschwerpunkt Bank- und Kapitalmarktrecht tätig. Herr Kreyenkötter hat im Übrigen einen Fachanwaltstitel im Bank- und Kapitalmarktrecht erworben. Beide stehen Ihnen zur Beratung in der Sache P & R bzw. bei Problemen mit Container- Direktinvestments gerne an einem unserer Standorte zur Verfügung.

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Magellan Container: Anleger zur Abstimmung aufgefordert

Verkauf für weniger als die Hälfte des Investitionspreises angeboten

Ein Beitrag von Rechtsanwalt Thomas Kreyenkötter, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht, und von Dipl.- Jur. Katharina Jule Engler, wissenschaftliche Mitarbeiterin.

Am 15. Juni macht der Insolvenzverwalter der Magellan Maritim Services Rechtsanwalt Peter- Alexander Borchardt die Mitteilung, dass ein Verkauf der Magellan Container für 160 Millionen Euro möglich ist. Die Anleger sollen bis zum 30. Juni, also innerhalb weniger Tage entscheiden, ob sie dem Verkauf zustimmen oder nicht. Diese Frist ist extrem kurz bemessen und dürfte die Direktinvestoren unter Druck setzen. Denn 160 Millionen sind weniger als die Hälfte dessen, was sie ursprünglich investiert haben – rund 350 Millionen Euro. Das kann auch die Aussicht auf 100 Millionen, die bereits bis zum Ende des Jahres ausgeschüttet werden sollen, nicht ändern. Dafür bescheinigte der Insolvenzverwalter dem Angebot des potentiellen Käufers Buss- Global eine solide Finanzierung. Dass ein noch lukrativeres Angebot eingeht, hält Borchadt für nicht wahrscheinlich, insbesondere sei der Markt für Container unsicher.

Sollten die Anleger sich nicht mehrheitlich für einen Verkauf aussprechen, wird er abgesagt werden. Dann würden die Mietverträge für die einzelnen Container bis zum Ende der jeweiligen Laufzeit durchgeführt und anschließend auch die Verkäufe einzeln verhandelt werden. Die ersten Ausschüttungen wären dann ab 2019 zu erwarten. Der Insolvenzverwalter holte weiterhin für die Gewinnaussichten der Einzelverkäufe insgesamt ein Gutachten der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte ein. Demnach sei für die Einzelverkäufe mit einem Gesamterlös zwischen 128 und 178 Millionen Euro zu rechnen. Gleichwohl wird diese Prognose als unverbindlich bezeichnet, das heißt die Anleger können sich später nicht darauf berufen.

Anlegern obliegt somit eine schwierige Entscheidung, die Ihnen niemand abnehmen kann. Sollte weiterer juristischer Beratungsbedarf bestehen, insbesondere auch hinsichtlich der Frage, ob auf das sich aktuell entfaltende Risiko bereits vor Anlageentscheidung durch den Anlageberater hingewiesen wurde, können Sie sich an Rechtsanwalt Thomas Kreyenkötter wenden. Er ist Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht und ist somit nachgewiesener Spezialist in diesem Rechtsgebiet. Sie erreichen ihn über die Kanzlei RSW Beratung mit Sitz in Münster, Dülmen, Steinfurt und Nordhorn.

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Magellan- Insolvenz: bis zu 90 % des Verkaufserlöses steht Anlegern zu

Magellan richtet sich nach Schieflage wohl wieder auf

Ein Beitrag von Rechtsanwalt Thomas Kreyenkötter, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht, und von Dipl.- Jur. Katharina Jule Engler, wissenschaftliche Mitarbeiterin.

„Direktinvestment“ ist ein neues Zauberwort des Kapitalmarktes. Bei einem Direktinvestment investieren Anleger nicht mehr in Fonds oder Aktien, sondern erwerben direkt Eigentum an Wirtschaftsgütern wie z.B. Container oder Eisbahnwaggons. Das Wirtschaftsgut wird einem Unternehmen, das mit dem Gegenstand seinem Zweck entsprechend arbeitet, zur Verfügung gestellt. Der Anleger als Eigentümer hat dafür Anspruch auf die Gewinne des Wirtschaftens. Dabei sollen die Risiken minimiert werden, weil weniger Zwischenpersonen zwischen dem Anleger und „seinem“ Wirtschaftsgut stehen. So jedenfalls die Theorie. Der Fall von der Magellan Maritime Services GmbH hat gezeigt, dass auch diese Erfindung des Kapitalmarkts in der Realität nicht sicherer ist als andere Geldanlagekonstruktionen vor ihr.

Das System von Magellan Maritime Services

Magellan Maritime Services verkaufte Container an Anleger. Die Container wurden anschließend Magellan wieder zur Verfügung gestellt, damit sie an Logistikunternehmen vermietet werden konnten. Im Sommer dieses Jahres musste Magellan einen Insolvenzantrag stellen und plötzlich blieben die Mietzahlungen an die Anleger aus. Zweifel kamen auf, wer überhaupt Eigentümer der Container sei und welche Folgen zu befürchten seien. Ein erstes Gutachten lies Schlimmes vermuten.

Zwar kein Eigentumsrecht aber Anspruch auf Verkaufserlös

Magellan bzw. der Insolvenzverwalter des Unternehmens Herr Rechtsanwalt Peter- Alexander Borchardt teilte im Dezember nun mit, dass die Chancen für die Anleger doch gar nicht so schlecht stünden. Zwar hätten sie auf das Eigentum an den Containern verzichtet zugunsten von Magellan (sind somit also keine Eigentümer der Container), aber trotzdem stünden ihnen bis zu 90 % des Verkaufserlöses für die Container zu. Das heißt, der Insolvenzverwalter bemüht sich aktuell um den Verkauf des Unternehmens inklusive seiner Container. Wenn Herr Borchardt damit Erfolg hat, erhalten die Anleger jeweils bis zu 90 % des Erlöses vom Verkauf „ihres“ Containers. Somit darf auf einen positiven Verkauf gehofft werden, die Chancen dafür steigen aber, wenn das Unternehmen als Ganzes verkauft werden kann und nicht jeder Container einzeln angeboten werden muss. In der Pressemitteilung klang an, dass bereits erfolgsversprechende Verhandlungen mit einem potentiellen Erwerber geführt werden.

Falsche Versprechungen bei Direktinvestments

Auch wenn die Anleger der Magellan Container vermutlich mit einem blauen Auge davon kommen, zeigt der Fall deutlich die Risiken des Direktinvestments. Den Anlegern wurde versprochen Eigentum an den Containern zu erwerben, tatsächlich haben sie das Eigentum aber wieder an Magellan verloren. Sie haben also wiederrum ihre Hand nicht auf einer realen werthaltigen Sache, sondern müssen mit letztendlich fiktiven Sicherungsrechten vorlieb nehmen. Die Werthaltigkeit solcher Rechte hängt stark von dem Unternehmen ab, das insolvent gegangen ist. Nur wenn es noch einigermaßen erfolgreich verkauft werden kann, können auch die Sicherungsrechte zu Geld gemacht werden.

Wenn Sie Schwierigkeiten mit einem Direktinvestment oder auch Fragen zu der Pleite von Magellan Maritime Services haben, können Sie sich über die Kanzlei RSW Beratung mit Sitz in Münster, Dülmen, Steinfurt und Nordhorn an Herrn Rechtsanwalt Thomas Kreyenkötter wenden. Dieser ist Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht und kann Sie somit qualifiziert beraten und in einem Rechtsstreit vertreten.

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Container- Anbieter Magellan ist pleite

Auswirkungen der Magellan Pleite auf Anleger ist ungewiss

Ein Beitrag von Rechtsanwalt Thomas Kreyenkötter, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht, und von Katharina Jule Engler, studentische Hilfkraft.

Am 30.05. wurde über das Vermögen der Magellan Maritime Services GmbH Insolvenz angemeldet. Magellan bietet schwerpunktmäßig Reedereien die Vermietung von Containern an. Nach Angaben des vorläufigen Insolvenzverwalters Rechtsanwalt Peter-Alexander Borchardt befinden sich zurzeit 187.000 Container in der Verwaltung von Magellan, damit gehört die GmbH zu den ganz Großen in der Welt der Containerleasingunternehmen. Von den 187.000 Containern gehören ungefähr 160.000 Stück Kapitalanlegern.

Containererwerb bei Magellan als Kapitalanlagemodell

Magellan bietet Anlegern an, Container zu erwerben, sie werden also Eigentümer der Container. Die erworbenen Container werden Magellan dann wieder zur Verfügung gestellt, damit das Unternehmen sie weitervermittelt an Reeder. Im Übrigen ist die Vertragskonstellation nicht ganz sicher. Einerseits könnte Magellan stellvertretend für die Anleger Mietverträge mit den Reedereien geschlossen haben, so dass die Anleger unmittelbar in einem mietrechtlichen Vertragsverhältnis mit den Reedern stehen. Andererseits ist es auch denkbar, dass Magellan die Container frei verwaltet hat, Magellan also Vertragspartner der Reeder geworden ist. Diese Feststellung ist wichtig, weil sich danach entscheidet, ob die fortlaufenden Zahlungen der Reeder zur Insolvenzmasse gehören oder nicht. Anleger dürften ein Interesse daran haben, dass das nicht der Fall ist, denn sonst würden ihre Einkünfte zur Tilgung von Magellan- Schulden verwendet werden. Der vorläufige Insolvenzverwalter teilt ausdrücklich in seinem Informationsschreiben mit, dass die rechtliche Qualität der Investorenverträge weiterhin ungeklärt ist und bis zur Klärung keine Mieten ausgezahlt werden.

Was können Anleger tun?

Bei so viel Unsicherheit liegt es nahe, dass Anleger nicht ausreichend aufgeklärt wurden, als sie ihr Investment tätigten. Viele wären wahrscheinlich vor dem Containererwerb zurückgeschreckt, wenn sie nicht einmal gesicherte Ansprüche auf die Mieteinnahmen haben, denn ein Container im Garten macht sich nicht besonders gut. Fraglich ist insbesondere, wer von diesen Unsicherheiten gewusst haben muss. Wenn es allein Magellan war, so ist zwar ein Schuldiger gefunden – da ja aber gerade Insolvenz angemeldet wurde – kein besonders zahlungskräftiger Schuldiger. Klären könnte sich auch einiges auf der Gläubigerversammlung, die wohl bis Mitte Oktober einberufen werden wird.

Sollten Sie Fragen haben, die sich nicht bis dahin aufschieben lassen, oder möchten Sie gerne gut vorbereitet in die Gläubigerversammlung gehen, dann können Sie den Rechtsanwalt Herrn Thomas Kreyenkötter kontaktieren. Er praktiziert in der Kanzlei RSW Beratung mit Sitz in Münster, Dülmen, Steinfurt, Nordhorn und Plettenburg und besitzt die Qualifikation zum Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht, ist somit ausgewiesener Experte für die Beurteilung von Anlagebezogenen Rechtsfragen und kann Ihre Verträge professionell prüfen.

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